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Wireless-LAN

     
 
Wired und Wireless Local Area Networks

Der Vorteil einer Funkübertragung zu den verschiedenen Endgeräten besteht in erster Linie darin, dass sie dem Benutzer eine hohe Mobilität ermöglicht. Dass die WLAN-Technik sich so schnell verbreitet, ist vor allem der wachsenden Anzahl mobiler Endgeräte zu verdanken, die mittlerweile serienmäßig mit einer Wireless-Schnittstelle ausgestattet sind.

Zudem werden die Wireless-Standards in Richtung höherer Bandbreite weiterentwickelt. WLAN-Geräte nach der aktuellen Norm IEEE 802.11n arbeiten bereits mit Nettodatenraten von immerhin 120 MBit/s. Dies wird die Verbreitung kabelloser Infrastrukturen in Unternehmen - in sinnvoller Kombination mit drahtgebunden Netzen - zukünftig sicher befördern. Ein Nachteil ist allerdings, dass die Wireless-Geräte, die diesem Standard entsprechen, nicht über PoE (Power over Ethernet) ferngespeist werden können, da die Leistungsaufnahme der Chips dafür noch zu hoch ist.

Sicherheitsaspekte

Der größte Nachteil von Wireless LANs ist nach wie vor der sicherheitstechnische Aspekt. Auch wenn die Zugangsberechtigung und andere sicherheitsrelevante Fragen klar geregelt sind, bleibt das bis heute noch nicht oder nur teilweise gelöste Problem bestehen, dass eine Funkverbindung zwischen dem Sender und Empfänger prinzipiell für jeden offen ist. Da in die drahtlose Übertragungsstrecke kein Filter eingebaut werden kann, sind WLANs z.B. gegenüber DoS-Attacken (Denial of Service) gefährdet.

 

Um eine sichere Funktion der drahtlosen Infrastrukturen zu gewährleisten, werden in Firmen vor allem zentral gemanagte WLAN-Systeme mit modernen Geräten verwendet, bei denen die Kanalwahl und die Anpassung der Sendeleistung an den aktuellen Bedarf automatisch erfolgen. Die zentrale Administration aller vorhandenen Access Points ermöglicht es zum Beispiel, Passwörter bzw. Netzzugänge in einem diebstahlgesicherten WLAN-Controller abzulegen, anstatt sie in den Access Points selbst zu speichern. Punkten kann die drahtgebundene Übertragung gegenüber WLANs auch hinsichtlich der Energieeffizienz: Die Informationen müssen ja nur dorthin geschickt werden, wo der Anwender sitzt, ohne dass gleich der ganze Raum ausgeleuchtet werden muss.

Außerdem ist das Verhältnis von Netto- zu Bruttodatenrate günstiger als bei drahtlosen Übertragungen. Deshalb empfehlen sich WLANs über all dort, wo eine hohe Mobilität gewünscht und benötigt ist. Drahtgebundene LANs sollten vor allem dort installiert werden, wo "feste" Arbeitsplätze geplant sind, wo ein zentraler Drucker stehen soll usw.

TR 24704 ISO/IEC 2004(E)
Gute Infrastrukturplanung

Die Frage "Wired oder Wireless?" ist schon aus dem Grund wenig sinnvoll, weil sich nun einmal kein Access Point ohne Verkabelungsinfrastruktur einrichten lässt. Das heißt aber auch, dass im Idealfall schon bei der Auslesung eines Netzes die zukünftigen Ansprüche der Benutzer an flexible und ortsunabhängige Netzzugänge berücksichtigt werden sollten. Entsprechende planerische Parameter für die Verkabelung liegen als Technical Report TR 24704 ISO/IEC: 2004(E) bereits seit einigen Jahren vor. Access Points werden innerhalb eines Raumes häufig an Decken montiert, um eine möglichst hohe räumliche Abdeckung zu erreichen. Der Aufwand dafür, nachträgliche Kabel zu neuen Access Points zu verlegen, ist relativ groß. Ein bereits vorhandener Kabelring auf der abgehängten Decke ist dagegeben bei Bedarf schnell mit einem Access Point versehen.

Eine gängige Alternative zur sternförmigen Etagenverkabelung, die eine hohe Flexibilität ermöglicht, ist die Einrichtung von Sammelpunkten oder Consolidation Points (CP), die mit mehreren Kabeln angefahren werden. Sie stellen an zentralen Orten, etwa im Doppelboden eines Großraumbüros, eine ganze "Sammlung" von Anschlussdosen zur Verfügung. Solche Sammelpunkte kann man auch in den Deckenbereich einrichten. Die Anschlüsse lassen sich nicht nur für die Anbindung von WLAN-Access-Points, sondern auch für Überwachungskameras oder für die IP-basierte Gebäudeautomation nutzen.

Idealerweise sollte man ein dämfungsarmes Kabel verwenden. Denn ein solches Datenkabel mit einem großen Kupferdrahtquerschnitt (AWG22) ist nicht nur für eine optimale Daten-, sondern auch für eine effiziente Energieübertragung (PoE) gut geeignet, die zum Beispiel bei der Fernspeisung der Access Points Anwendung findet. Es ist also auch wirtschaftlicher, die Verkabelungsinfrastruktur von vornherein auf eine ergänzende drahtlose Gebäudeinfrastruktur auszulegen - auch wenn diese zunächst noch gar nicht benötigt wird.

Bauliche Gegebenheiten

Die Installationskosten, die ein kabelgebundenes LAN verursacht, hängen stark von den Verlegemöglichkeiten innerhalb des Gebäudes ab. In modernen Gebäuden mit einer gut zugänglichen Kabelverlegung im Boden oder unter der Decke ist der Ausbau einer bestehenden Netzinfrastruktur leichter als in einem Altbau, in dem erst einmal nach geeigneten Verlegemöglichkeiten gesucht werden muss. Eine Funklösung bietet z.B. in Baudenkmälern, Schlössern oder Kirchen den Vorteil, dass das Gebäude je nach den baulichen Gegebenheiten nicht flächendeckend verkabelt werden muss.

Doch auf das WLAN ist nicht unabhängig von baulichen Gegebenheiten. Denn die Reichweite eines Access Points wird von der Größe des Raumes und den begrenzenden Materialien an Wänden, Böden und Decken beeinflusst: Eine dicke, eisenarmierte Betondecke hat nun einmal eine wesentlich höhere Dämpfungswirkung auf elektromagnetische Strahlung als eine dünne Trennwand aus Holz.

Konkrete Anwendungen im Blick

Während ein drahtgebundenes Netz anwendungsneutral ist, muss bei der Planung eines drahtlosen Pendants immer auch die konkrete Anwendung mit einkalkuliert werden. Will man z.B. in einem Krankenhaus eine Ortungsfunktion für Ärzte ins WLAN integrieren, dürfen die Access Points nicht in einer Linie angeordnet werden. Die Position eines Anwenders ist nämlich nur in einem bestimmten Winkel zu mehreren Geräten bestimmbar, nicht aber auf einer Geraden. In einem Lager, in dem schnurlose Scanner zum Einsatz kommen sollen, ist es durchaus gewünscht das die Zellen größer sind und die Kanäle sich überlappen: Die Datenmengen sind hier sehr klein, Kollisionen kommen dementsprechend selten vor, und die gleiche Kanalfrequenz gewährleistet, dass mit einem mobilen Gerät große Gebiete abgedekct werden können.

Eine konträre Situation hat man dagegeben, wenn Voice over IP (VoIP) über das WLAN realisiert werden soll. Die entstehenden Datenmengen sind größer, und wenn zwei Personen über denselben Kanal telefonieren würden, käme es zu gegenseitingen Störungen. Außer der konkreten Anwendung sollte man auch die räumlichen Gegebenheiten bei der Nutzung und im Betrieb berücksichtigen. Metallische Einrichtungs- oder Betriebsgegenstände wie etwa Regalkonstruktionen oder auch die in einer Reparaturwerkstatt stehenden Autos können trotz guter Planung dazu führen, dass die WLAN-Verbindungen dann doch nur eingeschränkt oder sogar gar nicht funktionieren.

Schlussfolgerung

In einer Firma gehören die Kommunikationsnetze und Anwendungen zu den zentralen Betriebsmitteln. Richtig bewusst wird Anwendern diese Tatsache vor allem dann, wenn die Infrastruktur nicht funktioniert. Deshalb sollten auch in Bezug auf WLANs nur Lösungen zum Einsatz kommen, welche die notwendige Quality of Service (QoS) gewährleisten. WLANs, die als Teil eines funktionierenden und sicheren Firmennetzes begriffen werden, sind aufgrund dieser Funkionalität und Sicherheit vielliecht mit höheren Anschaffungskosten verbunden. Aber im professionellen Umfeld wird eine drahtlose Infrastruktur sicher nicht primär deshalb eingesetzt, um Geld zu sparen, sondern um Mobilität zu gewährleisten.

Beim straßengebundenen Verkehr ist das gleiche Maß an Sicherheit einfacher zu erreichen als beim Flugverkehr, da der Luftraum sensibler und störanfälliger ist. Das Gleiche gilt für das Verhältnis von LAN und WLAN, wenn man für das WLAN einen vergleichbaren hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsstatus erreichen will. Mit einer entsprechenden Überwachung des "Luftraums" können selbst gefürchtete DoS-Attacken erkannt und zumindest frühzeitig signalisiert werden.

(Quelle: NET 10/09 - Dätwyler Cables)
 
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